Die Pflegestufen

Kranke oder alte Menschen benötigen unterschiedlich viel Pflege. Darum wurden offiziell drei unterschiedliche Pflegestufen eingeführt, die nach dem individuellen Bedarf entscheiden helfen, wie viel finanzielle Unterstützung gewährt werden kann. Ob die Voraussetzungen für Leistungen der Pflegekasse gegeben sind, entscheidet sich beim Gutachten des MDK. Aber auch wer hier nicht in eine Pflegestufe eingestuft wird, hat noch gute Chancen, dass ihm geholfen wird. Schließlich bedeutet “Keine Pflegestufe” noch nicht, dass der Mensch keine Hilfe benötigt. Entscheidend ist der tägliche Bedarf an Grundpflege, also Körperhygiene, Einnehmen von Mahlzeiten, Pflege der Garderobe oder Hilfe bei Toilettengängen

Auf den nächsten Seiten stellen wir Ihnen die einzelnen Pflegestufen vor, sowie den Anspruch auf Geld- und Sachleistungen mit Stand Januar 2015. Eine detaillierte Übersicht finden Sie in den Tabellen der Pflegeleistungen (PDF) des Bundesministeriums für Gesundheit.

Pflegestufe 0

Pflegestufe 0

Pflegestufe 0 ist keine der offiziellen Pflegestufen. Menschen, die weniger Grundpflege benötigen als in Pflegestufe I festgelegt, können dennoch als hilfsbedürftig eingestuft werden und die so genannte “Heimbedürftigkeitsbescheinigung” erhalten. Ihnen wurde eine “eingeschränkte Alltagskompetenz” bescheinigt. Dafür können sie bis zu 2.496 Euro im Jahr für gerontopsychiatrische Zusatzangebote in Anspruch nehmen. Auch die Sozialämter können die …

Seite anzeigen »

Pflegestufe I

Die erhebliche Pflegebedürftigkeit beginnt, wenn täglich durchschnittlich mindestens 90 Minuten lang Hilfe geleistet werden muss und davon mindestens 46 Minuten auf mindestens zwei Verrichtungen der Grundpflege entfallen. In Pflegestufe 1 besteht ein Anspruch auf 244 Euro Pflegegeld (1) oder 468 Euro als Sachleistung (2) pro Monat. In Pflegestufe 1 mit Demenz* besteht ein Anspruch auf 316 Euro Pflegegeld (1) oder 689 Euro als Sachleistung (2) pro Monat. *Gilt …

Seite anzeigen »

Pflegestufe II

Die Schwerpflegebedürftigkeit beginnt, wenn täglich durchschnittlich mindestens drei Stunden lang Hilfe geleistet werden muss und davon mindestens zwei Stunden auf die Grundpflege entfallen. Die grundpflegerische Hilfe muss täglich zu mindestens drei verschiedenen Zeiten nötig sein. Es muss mehrmals in der Woche hauswirtschaftliche Hilfe notwendig sein. In Pflegestufe 2 besteht ein Anspruch auf 458 Euro Pflegegeld (1) oder 1.144 Euro als Sachleistung …

Seite anzeigen »

Pflegestufe III

Die Schwerstpflegebedürftigkeit beginnt, wenn täglich durchschnittlich mindestens fünf Stunden lang Hilfe geleistet werden muss und davon mindestens vier Stunden auf die Grundpflege entfallen und der konkrete Hilfebedarf jederzeit, auch nachts, gegeben ist (rund um die Uhr). Die schlichte Verlagerung von Pflegemaßnahmen in die Nachtstunden (22 Uhr – 6 Uhr) reicht nicht aus. In Pflegestufe 3 besteht …

Seite anzeigen »

Härtefallregelung

Sind die Voraussetzungen der Pflegestufe III erfüllt, übersteigt die geleistete Pflege diese Bedingungen aber noch deutlich, kann die Härtefallregelung in Anspruch genommen werden. Voraussetzungen ist, – wenn auch nachts regelmäßig zwei Pflegepersonen gleichzeitig benötigt werden (z.B. zur Lagerung eines übergewichtigen Menschen) oder – wenn die Hilfe bei der Körperpflege, der Ernährung oder der Mobilität (Grundpflege) …

Seite anzeigen »

Grundpflege nach Zeit

beinhaltet in der Regel: An-/Auskleiden – die Auswahl der Kleidung – das An- und Auskleiden – das An- und Ablegen von Körperersatzstücken Körperpflege – das Ganz- oder Teilwaschen bzw. das Duschen sowie das Waschen im Vollbad – die anschließende Hautpflege – ggf. Waschen und Trocknen der Haare – ggf. einfaches Schneiden der Finger- und Fußnägel …

Seite anzeigen »